Für wen sich Schiffsfonds eignen - und für wen nicht

Wer als Anleger eine sichere Anlageform sucht, sollte sich ebenso von dem Gedanken, Schiffs(mit)besitzer zu werden, verabschieden, wie solche Anleger, die einen potentiellen Totalverlust der Einlage nicht verkraften können.

Die alte Regel, sein Vermögen grundsätzlich nicht in eine einzige Anlage zu investieren, sondern möglichst breit zu streuen, gilt auch hier: Aufgrund ihres Risikos eignen sich Schiffsbeteiligungen daher eher nur als Beimischung zu einem bereits vorhandenen Portfolio. 20 Prozent des verfügbaren Kapitals sollten maximal in einen geschlossenen Fond investiert werden.

Der Anleger sollte sich zudem darüber bewusst sein, dass er über sein Geld recht lange nicht mehr frei verfügen kann. Er bindet es über einen sehr langen Zeitraum. Eine Verwertungsmöglichkeit in Form eines Zweitmarktes, also der Rück- oder Weitergabe an Dritte, ist derzeit erst im Aufbau und daher noch nicht wirklich gesichert.

Auch eine garantierte Verzinsung des eingesetzten Kapitals kann es aufgrund der Art des Einsatzes nicht geben. Aus diesem Grund ist auch eine Finanzierung des Investments in Form eines Kredites kritisch zu sehen.

Gerade aber der steuerliche Aspekt kann einen Schiffsfond jedoch für Investoren interessant machen: Wer bereits über etwaige Freibeträge bei seinen Geldanlagen stößt, für den kann sich ein Schiffsfond aufgrund der niedrigen Steuerbelastung der Ausschüttung resultierend aus der Tonnagesteuer lohnen.

Kommt also eine Schiffsbeteiligung für einen Anleger in Frage, sollte er sich genau insbesondere über den Anbieter sowie das angebotene Schiff informieren. Wie bereits erwähnt: Eine staatliche Kontrolle existiert nicht.

 

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